E-Rechnung
ZUGFeRD, Factur-X und XRechnung nach EN 16931
Gesetzlicher Rahmen
In Deutschland müssen Unternehmen seit dem 1. Januar 2025 elektronische Rechnungen empfangen können. Die Pflicht zum Versand im B2B-Bereich folgt mit Übergangsfristen bis Ende 2026 bzw. 2027. Als E-Rechnung gilt nur ein strukturiertes, maschinenlesbares Format nach der europäischen Norm EN 16931 — ein PDF allein erfüllt die Anforderung nicht. Rechnungen an Privatkunden sind von der Pflicht ausgenommen.
Formate
Unterstützte Belegarten: Rechnung (Typcode 380), Gutschrift (381) und Rechnungskorrektur (384).
Technische Umsetzung
- Erzeugung: Die XML-Daten entstehen mit der Open-Source-Bibliothek horstoeko/zugferd. Für Factur-X wird das PDF aus der normalen Druckvorlage gerendert, mit Ghostscript in PDF/A-3 umgewandelt und die XML-Datei eingebettet.
- Einheiten: Mengeneinheiten werden auf die Codes der UN/ECE-Empfehlung 20 abgebildet (z. B. Stück →
C62, Stunde →HUR). - Prüfung: Vor dem Export wird die Rechnung gegen die Vorgaben des Formats geprüft. Bei Verstößen erscheinen die Meldungen in der Oberfläche, die Datei wird nicht erzeugt.
- Ausgabe: Die Datei wird aus dem Aktionsmenü der Rechnung heraus erzeugt und heruntergeladen.
Herkunft der Rechnungsdaten
Einstellungen
Das Format wird zweistufig festgelegt:
- Mandant: Im Konfigurationsbereich legt der Tab „E-Rechnung" das Standardformat fest. Eine Statusanzeige zeigt, ob die eigene USt-ID hinterlegt ist.
- Kunde: In den Kundenstammdaten lässt sich das Format abweichend wählen — oder der Mandanten-Standard übernehmen. Die Kundensuche filtert nach E-Rechnungsformat.
Die Felder entsprechen denen von kivitendo. Bei einer Migration von kivitendo bleiben Formatwahl und Leitweg-ID der Kunden erhalten.
Eingehende E-Rechnungen
In der Buchhaltung nimmt die Belegerfassung zwei Arten von E-Rechnungen an:
- ZUGFeRD / Factur-X als PDF: Die eingebettete XML-Datei wird aus dem PDF gelesen.
- XRechnung als XML-Datei: Die Datei wird direkt hochgeladen. Unterstützt wird die CII-Syntax; XML-Dateien in UBL-Syntax werden mit einem Hinweis abgelehnt.
Statt der KI-Analyse werden die strukturierten Daten ausgelesen — Lieferant, IBAN, Rechnungsnummer, Datum, Summen und Positionen stehen damit ohne Erkennungsfehler zur Verfügung. Der Buchungsvorschlag startet wie jeder andere als Entwurf und wird erst nach Prüfung verbucht.
Belege ohne strukturierte Daten — Papierrechnungen, Fotos, einfache PDFs — verarbeitet weiterhin die KI-Beleganalyse.